Wissenschaftliche Studien

Autor Dr. Andreas Bartols, M.A., Karlsruhe

Artikel in PeerJ
The ability of Reciproc instruments to reach full working length without glide path preparation: a clinical retrospective study
Autoren: Bartols, A., Robra, B.P., Walther W. PeerJ . 2017 July

Background
Reciproc instruments are the only contemporary root canal instruments where glide path preparation is no longer strictly demanded by the manufacturer. As the complete preparation of root canals is associated with success in endodontic treatment we wanted to assess the ability and find predictors for Reciproc instruments to reach full working length (RFWL) in root canals of maxillary molars in primary root canal
treatment (1 RCTx) and retreatment (2 RCTx) cases.
Methods
This retrospective study evaluated 255 endodontic treatment cases of maxillary molars. 180 were 1 RCTx and 75 2 RCTx. All root canals were prepared with Reciproc instruments. The groups were compared and in a binary logistic regression model predictors for RFWL were evaluated.
Results
A total of 926 root canals were treated with Reciproc without glide path preparation. This was possible in 885 canals (95.6%). In 1 RCTx cases 625 of 649 (96.3%) canals were RFWL and in 2 RCTx cases 260 of 277 (93.9%). In second and third mesiobuccal canals (MB2/3) 90 out of 101 (89.1%) were RFWL with Reciproc in 1 RCTx and in the 2 RCTx treatment group 49 out of 51 cases (96.1%).In mesio-buccal (MB1) canals 2 RCTx was identified as negative predictor for RFWL (OR 0.24 (CI [0.08–0.77])). In MB2/3 canals full working length was reached less often (OR 0.04 (CI [0.01–0.31])) if the tooth was constricted and more often if MB2/3 and MB1 canals were convergent (OR 4.60 (CI [1.07–19.61])).
Discussion
Using Reciproc instruments, the vast majority of root canals in primary treatment and retreatment cases can be prepared without glide path preparation.

Die Studie ist frei zugänglich:
https://peerj.com/articles/3583/

Artikel in Journal of Endodontics
Auf MTA Oberflächen bildet sich neues Wurzelzement
Autoren: Bartols, A., Dörfer, C., Roussa, E. PeerJ . 2016

In der Akademie gelang erstmals der histologische und immun- histochemische Nachweis an menschlichen Zähnen, dass nach Anwendung von Mineral Trioxide Aggregate neues Wurzelzement und daran inserierend neue parodontale Fasern regenerieren.
Dr. Andreas Bartols, hat zusammen mit Prof. Christoph Dörfer und Prof. Eleni  Roussa diesen Nachweis geführt. Es ist das 1. Mal, dass dieser Nachweis an einem menschlichen Präparat gelang.

Die Studie erscheint in Kürze im Journal of Endodontics.

Endodontische Behandlung mit Handinstrumenten vs. Behandlung mit dem Reciproc – System
Bartols A, Reutter C, Robra B-P, Walther W: PeerJ . 2016 June

Eine neue Studie von Dr. Andreas Bartols vergleicht endodontische Behandlung mit Handinstrumenten und die entsprechende Behandlung mit dem Reziproc System. Es handelt sich um eine Multicenter Studie, an der 6 Zahnarztpraxen beteiligt waren. Insgesamt wurde die Behandlung von 137 Patienten ausgewertet.

Die Auswertung ergab, dass beide Behandlungswege geeignet sind, Schmerzen in Zusammenhang mit endodontischen Erkrankungen zu reduzieren. Das Reziproc -System hat allerdings Vorteile in Bezug auf das Erleben der Behandlung durch den Patienten. Außerdem vermindert es die Beanspruchung des Zahnarztes unter dem endodontischen Eingriff.

Die Studie ist frei zugänglich:
https://peerj.com/articles/2182/

Multiple-file vs. single-file endodontics in dental practice: a study in routine care
Bartols A, Laux G, Walther W: PeerJ . 2016 Dez

Eine Publikation aus der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe.
Siehe auch vorangegangene Zwillingsstudie.

Die Studie ist frei zugänglich:
https://peerj.com/articles/2182/

Autor Prof. Winfried Walther

Ergebnisse strukturierter Fokusgruppenarbeit: Professionalisierung des zahnärztlichen Gutachterwesens in Deutschland
Professionalization of Legal Dental Experts in Germany: Results of Studies on Structured Focus Groups

Zeitschrift: Thieme Verlag KG, Ausgabe 2016
Autoren: Prof. Winfried Walther, Dr. Hans-Ulrich Brauer, M.A., Dr. Michael Dick

Thieme E-Journals, 2016,

DOI: 10.1055/s-0042-116588
ISSN 0941-3790

Stärken und Defizite der Versorgung

Wenn die Wissenschaft einen neuen Begriff prägt, dann dauert es in aller Regel lange, bis die breite Öffentlichkeit davon erfährt.
Bei der „Versorgungsforschung“ war das anders. Politik und Versorgungsträger entdeckten diesen Begriff sehr schnell und schrieben ihm eine besondere Bedeutung zu. Auch die Institutionen der Zahnärzteschaft gehen inzwischen mit diesem Begriff um und verbinden mit ihm ganz konkrete Aufgaben zur Stärkung der Profession.

Zeitschrift: Zahnärzteblatt Baden-Württemberg (ZBW), Ausgabe 6/2015, Leitartikel S. 7,
Autor: Prof. Winfried Walther, Karlsruhe

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Die Therapie der Parodontitis  – nur ein "Anhaltspunkt" für Nutzen?
Autor: Prof. Dr. Winfried Walther, Karlsruhe

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat für den Gemeinsamen Bundesausschuss einen Vorbericht zum Thema „Systematische Behandlung von Parodontopathien“ veröffentlicht. Der Bericht hatte das Ziel die wissenschaftliche Literatur über die Behandlung der Parodontopathien zu sichten und zu prüfen, ob durch klinische Forschung der Nachweis für einen Nutzen der Parodontitistherapie erbracht wurde.
Ein Screening der verfügbaren wissenschaftlichen Literatur durch das IQWiG ergab 6004 Treffer. 5431 der in der primären Suche identifizierten Studien wurden auf Titel- bzw. Abstractebene von der Analyse ausgeschlossen. Weitere 491 Studien wurden nach Inaugenscheinnahme des Volltextes ausgeschlossen. 82 Publikationen wurden für die Analyse gesichtet. Davon waren 40 systematische Übersichtsarbeiten. Die Anzahl der vom IQWiG als relevant befundenen Studien betrug 35.
Das Ergebnis der Analyse dieser Quellen im Vorbericht des IQWiG war, dass sich für die erste Fragestellung, „geschlossene mechanische Therapie“ im Vergleich zu „keiner Behandlung“,  ein Anhaltspunkt für einen Nutzen hinsichtlich der Reduktion von Gingivitis ergebe. Diese Feststellung bedeutet, dass in der Einschätzung des IQWiG allenfalls ein sehr schwacher Hinweis auf Evidenz für die Wirksamkeit der Parodontitistherapie gegeben ist. Es wurden im Bericht 10 weitere Fragestellungen untersucht, für die sich ein entsprechender Anhaltspunkt nicht ergab.
Prof. Walther hat als Antwort auf den Vorbericht des IQWiG eine Stellungnahme geschrieben. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie es zu einer solchen Einschätzung kommen konnte, die allen international akzeptierten Grundlagen der Parodontologie widerspricht.

https://www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/projekte/nichtmedikamentoese-verfahren/n15-01-bewertung-der-systematischen-behandlung-von-parodontopathien.6629.html

Stellungnahme zum IQWIG Vorbericht "Systematische Behandlung von Parodontopahtien"

Die Wirksamkeit von postgradualer Weiterbildung im Sinne reflexiver professioneller Entwicklung: Wirkungsfelder, Funktionsmodell und Transfertypologie

Autorin Dr. Dr. Simone Ulbricht, M.A., Karlsruhe
Postgraduale Weiterbildung

Die Studie erforscht mit Hilfe eines qualitativen Designs die Wirksamkeit von postgradualen Weiterbildungsprogrammen aus der zahnmedizinischen Profession und arbeitet deren Potential für eine reflexive professionelle Entwicklung heraus. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Definition von neuen Wirkungsfeldern, in denen Weiterbildung nachhaltige Effekte aufweist, der Ableitung eines innovativen Funktionsmodells, um den Transferprozess mit seinen spezifischen Determinanten darzustellen, sowie die Entwicklung einer Transfertypologie, welche zum Verständnis des Transfergeschehens beiträgt und Lern- sowie Bildungsprozesse differenziert betrachtet.

Zusammenfassung


Klinische Studie zum Thema: Zementassoziierte Periimplantitis

Autor Dr. Michael Korsch, M.A., Karlsruhe
Verbliebener Zementüberschuss nach Entfernung der Suprakonstruktion.

In einer klinischen Studie untersuchte Dr. Michael Korsch die Auswirkungen von Zementüberschüssen auf das periimplantäre Gewebe. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei Einsatz eines entsprechenden Zements zur Befestigung von festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten ganz spezifische Risiken auftreten, die den Langzeiterfolg der Implantation in Frage stellen.

Cement-associated peri-implantitis: a retrospective clinical observational study of fixed implant-supported restorations using a methacrylate cement. Korsch M, Obst U, Walther W: Clin. Oral Impl. Res. 0, 2013 / 1–6
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Predictors of excess cement and tissue response to fixed implant-supported dentures after cementation. Korsch M, Robra BP, Walther W: Clin Implant Dent Relat Res. 2015 Jan; 17 Suppl 1: e45-53. Epub 2014 Jul 24.
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Cement-associated signs of inflammation: retrospective analysis of the effect of excess cement on peri-implant tissue. Korsch M, Robra BP, Walther W: Int J Prosthodont. 2015 Jan-Feb; 28(1): 11-8.
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Peri-implantitis associated with type of cement: a retrospective analysis of different types of cement and their clinical correlation to the peri-implant Tissue. Korsch M, Walther W: Clin Implant Dent Relat Res. 2015 Oct; 17 Suppl 2: e434-43. Epub 2014 Sep 2.
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Stabilität von Suprakonstruktionen auf Implantaten in Abhängigkeit von den Retentionselementen

Autor Dr. Michael Korsch, M.A., Karlsruhe

In einer klinischen Studie untersuchte Dr. Michael Korsch ...

Retrospective analysis of loosening of cement-retained vs screw-retained fixed implant-supported reconstructions. Korsch M, Walther W: Quintessence Int. 2015 Jul-Aug; 46(7): 583-9
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Prefabricated Versus Customized Abutments: A Retrospective Analysis of Loosening of Cement-Retained Fixed Implant-Supported Reconstructions. Korsch M, Walther W: Int J Prosthodont. 2015 Sept-Oct; 28(5): 522-6
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Periimplantäre Biofilme auf Konstruktion und Zement abhängig von der Art des Zementes

Autor Dr. Michael Korsch, M.A., Karlsruhe

In einer klinischen Studie untersuchte Dr. Michael Korsch ...

Microbial analysis of biofilms on cement surfaces: An investigation in cement-associated peri-implantitis. Korsch M, Walther W, Marten SM, Obst U: J Appl Biomater Funct Mater. 2014 Sep 5; 12(2): 70-80
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Effect of dental cements on peri-implant microbial community: comparison of the microbial communities inhabiting the peri-implant tissue when using different luting cements. Korsch M, Marten SM, Dötsch A, Jáuregui R, Pieper DH, Obst U: Clin Oral Implants Res. 2015 Mar 21. Doi 10.1111/clr. 12582. [Epub ahead of print]
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