Geschichte der Akademie

Die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe ist ein Haus mit Tradition. Ihr Gründungsjahr ist das Jahr 1960. Ihre Geschichte reicht jedoch bis in das Jahr 1920 zurück, in dem ihre Poliklinik etabliert wurde. In diesem Jahr wurde beschlossen in Karlsruhe ein „Dentistisches Ausbildungsinstitut“ zu gründen, weil eine entsprechende Lehranstalt in Straßburg nach dem Krieg nicht mehr weiter betrieben werden konnte.
Das war der Auftakt einer langen Geschichte der zahnmedizinischen Lehre in der badischen Residenzstadt. Das „Dentistische Lehrinstitut“ Karlsruhe hatte seine Anfänge in der Adlerstraße, zog aber schon 1929 in die Sophienstraße um. 85 Jahre diente dieses Gebäude der Zahnheilkunde, erst den Dentisten und dann den Zahnärzten.

1920 – 1960
Das Dentistische Lehrinstitut

Der Innenhof des „Dentistischen Lehrinstitutes“. In den Räumen dieses Hauses erhielten jedes Jahr ca. 40 Dentisten ihre Approbation. Nach ihrem Examen gründeten sie zumeist eigene Praxen und übten die Zahnheilkunde aus, genau wie ihre akademisch ausgebildeten Kollegen, die Zahnärzte.

Der Plombiersaal

Dieses Bild entstand 1930. In 3 Reihen standen die Stühle in diesem großen Behandlungsraum, der „Plombiersaal“ genannt wurde. Jeder Arbeitsschritt wurde akribisch kontrolliert Die Ausbildung in Karlsruhe war gefürchtet deswegen.

1960  - 1977
Neuanfang - Das Zahnärztliche Fortbildungsinstitut

Das „Dentistische Lehrinstitut“ wurde 1960 geschlossen. Das neue „Zahnheilkundegesetz“ legt fest, dass jetzt nur noch die akademische Ausbildung zur Ausübung der Zahnheilkunde berechtigt. Der Berufsstand der „Dentisten“ geht in der Profession der „Zahnärzte“ auf.
Direktor Walther Engel (1. Reihe 3. v.r.) will nicht, dass sein Institut aufgegeben wird. Er hat eine Idee. Aus dem „Lehrinstitut“ soll ein „Fortbildungsinstitut“ werden. Er setzt seine Idee durch. Das erste zahnärztliche Fortbildungsinstitut Deutschlands entsteht.

Kurse statt Ausbildung

Der Unterricht geht weiter – in moderner zeitgemäßer Form. Prof. Walther Engel demonstriert hier einen chirurgischen Eingriff. Praktischer Unterricht ist von der ersten Stunde an fest in die Fortbildungskurse integriert.

1977
Die Akademie

Das Fortbildungsinstitut erhält 1977 einen neuen Namen. Es heißt jetzt „Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe“. Hier empfangen Direktor Walther Engel und Kurt Matheis, der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Frau Minister Griesinger aus Stuttgart.

Wachwechsel

Ein Bild aus dem Jahr 1978. Prof. Dr. Michael Heners wird zum Stellvertretenden Direktor der Akademie berufen. Bald darauf beginnt ein großer Umbau des Gebäudes in der Sophienstraße.

Zwei Jahre Baustelle

Über 2 Jahre dauert die Renovierung. Das Haus wird fast vollständig entkernt. Neue Hörsäle für die Fortbildung entstehen.

 

 

Übergabe des neuen Hauses

Das Jahr 1981. Die Renovierung ist abgeschlossen. Handschlag während des Festaktes im Badischen Staatstheater am 27. März 1981. Dr. Schwieder, Präsident der LZK Baden-Württemberg begrüßt Michael Heners als neuen Direktor der Akademie.

Helle Räume für den Unterricht.

Unterricht in der renovierten Akademie. 33 Jahre dient das renovierte Haus in der Sophienstraße als Fortbildungsstätte. Es ist Vorbild für viele andere Institutionen.

Hörsaal 1

Nur Hörsaal 1 muss noch 4 Jahre auf seine Renovierung warten. Ab 1985 ist er der schönste Hörsaal der Akademie.

Ab 1986
Neue Formate für Wissenschaft und Öffentlichkeit

Der erste Preisträger

Im Jahr 1986 wird eine neue Tradition der Akademie begründet. Im Rahmen der ersten „Karlsruher Konferenz“ überreicht der Präsident der LZK zum ersten Mal den Walther-Engel-Preis. Der Geehrte ist Prof. Dr. Bernd Klaiber.

Die Mitglieder

Auch „Mitglieder der Karlsruher Konferenz“ werden 1986 zum ersten Mal gekürt. Kolleginnen und Kollegen, die sich in besonderer Weise um ihre Fortbildung kümmern, erhalten diese Auszeichnung. Mit dabei: Dr. Rüdiger Engel, der spätere Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg.

Karlsruher Vortrag

Die Tradition des Karlsruher Vortrages wird im Jahr 1983 begründet. Dr. Peter von Siemens spricht zum Thema „Ökologie mit Ökonomie – Wirtschaftswachstum für eine saubere Umwelt“. Der erste Karlsruher Vortrag findet im Hörsaal 2 der Akademie vor 100 geladenen Gästen statt.

1000 Hörer

Seit 1986 findet der Karlsruher Vortrag im Weinbrenner Saal des Kongresszentrums Karlsruhe statt und findet große öffentliche Aufmerksamkeit. Hier spricht Prof. Heners die Einleitung zum Vortrag von Michael Blumenthal, Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

2011 – 2014
Der Neubau

Das Jahr 2011. Die Akademie braucht eine neue Wirkungsstätte. Das Haus in der Sophienstraße lässt sich bei laufendem Dienstbetrieb nicht sanieren. Die Vertreterversammlung der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg beschließt neu zu bauen.
Spatenstich für die neue Akademie in der Lorenzstraße. Mit dabei: Die erste Bürgermeisterin Margret Mergen (3. v. li.) sowie Dr. Udo Lenke, Präsident der Landeszahnärztekammer (2. v. re.).

Das Haus entsteht

Das neue Gartencarré entsteht. Die Akademie wird 2600 qm2 im Bereich Lorenzstraße/Schwindtstraße beziehen.

18. Juli 2014

Die Tafel im Treppenhaus zeigt die letzten Kurse an, die in der Sophienstraße 39a stattfinden.

Roter Teppich

Die Akademie ist umgezogen. Sie erwartet ihre Gäste anlässlich der Herbstkonferenz 2014. Auf dem Programm steht das „Fest in allen Räumen“.

Schlüsselüberbergabe

Festakt im Kongresszentrum am 27. September 2014. Der Architekt Dieter Schenk übergibt den Schüssel der neuen Akademie an den Präsidenten der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, Dr. Udo Lenke.