Die Wurzelkanalbehandlung

Wie man stark zerstörte Zähne doch noch erhalten kann.

Dieser Zahn hat ein großes Problem. Die Karies war so weit vorgedrungen, dass sie schließlich die Pulpa, den „Nerv“, erreicht hat. Der Raum, in dem sich beim gesunden Zahn die Pulpa befindet, ist hier tief unten im Zahn zu sehen und heißt Pulpenkammer. Dennoch ist der Zahn nicht verloren. Er kann behandelt werden.

Woher kommt das Problem?

In den allermeisten Fällen ist Karies das Problem. Sie beginnt meist auf der Seite, die zum Nachbarzahn weist und breitet sich langsam in Richtung der Pulpa aus, wie hier im Bild dargestellt. Aber auch durch einen Bruch der Zahnkrone – z. B. bei einem Sportunfall – kann die Pulpa freigelegt werden.

Welche Auswirkungen gibt es? Was kann die Folge sein?

Wird die Pulpenkammer z. B. durch Karies eröffnet, so dringen bald Bakterien in den Zahninnenraum ein und breiten sich in Richtung Wurzelspitze aus. Von dort lösen sie eine Entzündung im umliegenden Gewebe aus, das den Zahn trägt – hier im Bild gelb dargestellt.

Wie können wir in solchen Fällen helfen?

Wenn die Pulpa schwer beschädigt ist, müssen sämtliche Gewebe und eine mögliche Bakterieninfektion aus dem Zahninneren entfernt werden. Anschließend wird der Zahn dicht verschlossen. Im ersten Schritt werden mit Wurzelkanalinstrumenten Bakterien und infizierte Zahnsubstanz an der Kanalwand entfernt. Für die Erweiterung und die anschließende Desinfektion der Wurzelkanäle wenden wir in der Akademie moderne und schonende Verfahren an.

Was kommt auf Sie zu?

Wenn diese Situation bei Ihnen vorliegt, wird Ihnen vorgeschlagen, den Zahn durch eine Wurzelfüllung zu erhalten. Diese kann in einem Termin oder – falls die Infektion sehr weit fortgeschritten ist - in 2 Terminen stattfinden. Anschließend wird der Zahn restauriert. Mit einer Füllung - wie hier dargestellt - oder mit einer Krone.


Wer gibt Auskunft?

Dr. Andreas Bartols, M.A.