Akademie.
Herbstkonferenz.

Herbstkonfrenz 2019

Herbstkonferenz und Master´s Day 2019

27. September 2019
Kongresshaus Baden-Baden

„Arzt und Zahnarzt – zwei Welten, ein Körper?“

In unserer Praxis treffen wir jeden Tag Menschen, die sich uns anvertrauen. Sie haben Erwartungen und sie haben gesundheitliche Probleme, die sie manchmal noch gar nicht kennen.
Für jeden, der Patienten betreut, ist dies eine ständige Herausforderung.

Die Referenten der Herbstkonferenz werden uns sensibilisieren.
• Was können wir im Mund wahrnehmen, was für den Patienten von großer Bedeutung ist?
• Wenn wir die Zähne behandeln - was bedeutet das für die Gesundheit insgesamt?
• Wir behandeln nicht allein - wie können wir mit anderen Ärzten zusammen eine gute Betreuung
   aufbauen?

Das ganze Team muss sich diesen Fragen stellen. Wir freuen uns auf die Erfahrungsberichte und den Austausch im schönen Baden-Baden.

Zum Rückblick der Herbstkonferenz

 

 

Prof. Dr. Dr. (H) Anton Dunsche, Karlsruhe
"Gefahrenort Mundhöhle"

Gefahren und Risiken in der Mundhöhle rechtzeitig zu erkennen, bewahrt den Patienten vor bedrohlichen Situationen und schützt das behandelnde Team. Nach der Anamnese sind es zunächst der erste „diagnostische“ Blick, dann aber die sorgfältige Untersuchung unter optimalen Bedingungen, welche die Symptome und Befunde potentiell bedrohlicher Erkrankungen und Situationen ans Licht bringen. Eine frühe Erkennung der Gefahr setzt die genaue Kenntnis der Symptome und deren Einordung voraus. Aus diesem Grunde wird u.a. die Bedeutung von Veränderungen der Schleimhaut, von Schmerzen und nicht heilenden Wunden besprochen. Am Ende soll zu jedem Symptom eine Hilfestellung zur Einordnung und ein Leitfaden zur weiteren Abklärung stehen, damit aus dem „Gefahrenort Mundhöhle“ ein sicheres Terrain für Behandler und Patient wird.

PD Dr. Karim M. Fawzy El-Sayed, Kiel/Kairo
"PA-Behandlung – für den ganzen Menschen?"

Obwohl in vielen Fällen gut gesicherte Assoziationen zwischen Parodontitis und Allgemeinerkrankungen bestehen, führt eine PA-Behandlung nicht immer zu vorhersehbaren Verbesserungen. Bei anderen Erkrankungen spielt Parodontitis eine nachgewiesenermaßen kausale Rolle. Eine PA-Behandlung als eine Behandlung für den ganzen Menschen ist jedoch hier im Bewusstsein der Profession noch nicht verankert. Im vorliegenden Vortrag stellt der Referent die Zusammenhänge dar, die zwischen Parodontitis und Diabetes mellitus, kardio- und cerebrovaskulären Erkrankungen und obstruktiven Lungenerkrankungen bestehen. Auch die Bedeutung für Schwangerschaftskomplikationen wird diskutiert. Auf der Basis der bestehenden Datenlage werden im Vortrag konkrete Schlussfolgerungen für eine PA-Behandlung im Kontext einer Behandlung für den ganzen Menschen erörtert.

PD Dr. Stafan Listl, Nijmegen
"Getrennt maschieren – vereint behandeln Arzt und Zahnarzt – ein Team?"

Getrennt marschieren - vereint behandeln. Zahnarzt und Allgemeinarzt als Team: Welche Chancen gibt es für die gemeinsame Versorgung von Patienten durch Zahnarzt und Allgemeinarzt? Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet zur Förderung der gewünschten interdisziplinären Zusammenarbeit ein enormes Potential. Aber es gibt auch Schwierigkeiten. Die bestmögliche Patientenversorgung von Zahnarzt und Allgemeinarzt erfordert letztlich eine gute Balance zwischen fachspezifischem Know-how im jeweiligen Expertisebereich und die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team.

Dr. Thomas Schilling, M.A., Tuttlingen
"Das Kind im Focus – gemeinsames Prophylaxekonzept von Zahnarzt und Kinderarzt"

Schon in den ersten Lebensjahren sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Kinder vor Karies zu schützen. Das gilt insbesondere für Kinder mit hohem Kariesrisiko, bei denen sich schon unmittelbar nach dem Durchbruch der Milchzähne Early Childhod Caries (ECC) bildet. Für die Prophylaxe ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Kinderarzt unabdingbar. Der interdisziplinäre Arbeitskreis TuTZiG hat für diese Zusammenarbeit eine Empfehlung erarbeitet, die als Grundlage für eine Anwendungsstudie des Netzwerkes Integrated Dentistry diente. Schwerpunkte sind eine sorgfältige Flouridanamnese, die Integration einer systematischen zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung in das prophylaktische Gesamtkonzept und die Pflege des Kontaktes zwischen Zahnarzt und Kinderarzt.

Prof. Dr. Curt Diehm, Bühlerhöhe
"Arzt und Zahnarzt – Kollegialität und Unvertrautheit"

Lange Zeit bestanden festverankerte Vorurteile in beiden Disziplinen - Zahni und Humani. Gott sei Dank sind wir längst darüber hinweg. Zu wichtig ist im Alltag ein kollegiales und vertrauensvolles Zusammenarbeiten bei der Betreuung gemeinsamer Patienten. Ein wichtiges Beispiel: Nach wie vor sind die Killer Nr. 1 in der westlichen Welt der Herzinfarkt und der Schlaganfall. Um die klassischen Risikofaktoren kümmern wir Ärzte uns täglich. Hilfe und Unterstützung von Zahnärzten erbitten wir beim Management eines schwerwiegenden Risikofaktors: der chronischen Inflammation, z. B. des Zahnhalteapparates. Hier denken wir Allgemeinärzte im Alltag zu wenig an Probleme wie Parodontitis. Beide Berufsgruppen müssen dringend daran arbeiten Ihre Kommunikation zu verbessern. Eine Chance bieten digitale Medien, die allen Anforderungen des Datenschutzes genügen.

 

 

 

 

Kurhaus Baden-Baden

Kurhaus Baden-Baden
Eleganz und gute Atmosphäre,
genießen Sie den Abend.

Die Spitzenküche

Sie sind eingeladen „hinter den Vorhang zu schauen“.
Besuchen Sie die Köche und schauen ihnen bei der Arbeit zu.
Erleben Sie Qualität, die schmeckt.

„Los Dendros“

Livemusik vom Feinsten.
Fest und Tanz für alle,
die spät ins Bett gehen wollen.