Die Nachfolge in die väterliche Praxis bestimmte zunächst ihre berufliche Laufbahn. Erst viele Jahre später erhielt sie Unterstützung von jungen Kolleginnen und Kollegen, was zur Ausbildung einer Mehrbehandlerpraxis mit langjährigen Partnerschaften führte. Doch ihre Freude an neuen Herausforderungen und ihr Interesse an fachübergreifenden Themen innerhalb der Zahnmedizin führten sie auch immer wieder in die Ferne, wo sie in der Begegnung und im Austausch mit erfahrenen Spezialisten ihr zahnmedizinisches Profil weiter schärfte.

Zu Beginn ihres Vortages „Biologisches Gewebemanagement durch Replantation und Extrusion von Zahnsegmenten“ erläuterte sie dem interessierten Publikum der Karlsruher Konferenz zwei Kernpunkte ihres Praxiserfolges. Diese lauten: Erstens eine betriebswirtschaftliche Praxisführung mit Kenntnis über das eigene Handeln im Kontext der bestehenden Strukturen und zweitens eine gute Zahnheilkunde. Um dies zu erreichen muss immer wieder eine patientenzentrierte Perspektive angenommen werden, um ausgetretene klinische  Pfade in der täglichen Versorgung zu hinterfragen. Nur so können neue Verfahrenstechniken in den Blick genommen und umgesetzt werden.

Das Ziel der entsprechenden Maßnahmen ist, optimale anatomische Voraussetzungen für jegliche Weiterbehandlung zu schaffen und umfangreiche chirurgische oder augmentative Maßnahmen zu vermeiden.

In ihrer gut visualisierten Präsentation stellte Frau Dr. Hopmann die praktische Umsetzung sowie einen strukturierten Entscheidungsbaum für das TMC-Konzept vor. Ihre klinischen Falldarstellungen wurden von DVT-Schichtbildern unterstützt, die neben den vorgestellten wissenschaftlichen Studien die Wirksamkeit des Verfahrens weiter untermauerten. Das von ihr vorgestellte biologische Gewebemanagement begeistert nicht nur ihre Patienten sondern auch ihre Zuhörer im Saal.