Rückblick der Herbstkonferenz 2016

23. September 2016

Die Herbstkonferenz in Baden-Baden ist ein Treffen für das ganze Praxisteam, gemeinsam veranstaltet von der Akademie für zahnärztliche Fortbildung und der BZK Karlsruhe.  Die  Vorträge im prachtvollen Ambiente des Kongresshauses Baden-Baden und die Veranstaltungen am Abend verbinden sich zu einem Fest für Zahnärztinnen, Zahnärzte und Zahnmedizinische Fachangestellte. In diesem Jahr freuten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über strahlenden Sonnenschein, der ganz Baden-Baden zum Glänzen brachte.

„Was die Arbeit leichter macht..“ lautete die Überschrift der diesjährigen Tagung. Die Präsentationen beschäftigten sich mit dem zahnärztlichen Eingriff selbst, mit seiner Vorbereitung und mit dem perfekten Zusammenspiel aller Beteiligten. Thema war auch die Zusammenarbeit in der Zahnarztpraxis: die Übergabe von Verantwortung, die Bewältigung von Stress und die Optimierung des Teammeetings.

Dr. Norbert Engel, Vorsitzender der BZK Karlsruhe, führte in das Thema ein und stellte das Programm vor. Der erste Punkt der Tagesordnung war eine Direktübertragung von der Akademie ins Kongresszentrum. Dr. Andreas Bartols präsentierte die Organisation des endodontischen Eingriffs live aus dem Eingriffsraum in Karlsruhe. Die Zuschauer konnten alles unmittelbar miterleben: die Vorbereitung des Arbeitsplatzes, die Ordnung des Instrumentariums und eine reale Wurzelfüllung, die auf die Minute genau vor aller Augen fertiggestellt wurde. Das Netzwerk „Integrated Dentistry“ setzt sich zusammen aus Absolventen des Masterstudienganges gleichen Namens. In diesem Jahr berichteten 3 Kolleginnen und Kollegen unter der Leitung von Dr. Jörg Augenstein über ihre Konzepte für die optimale Zusammenarbeit am Patienten. Auch die Mitarbeiterinnen kamen zu Wort und dokumentierten ihren Part bei der Behandlung. Die Füllungstherapie, die Extraktion und die Abdrucknahme für eine prothetische Konstruktion wurden im Detail dargestellt.

Die Referenten

Axel Thüne ist ein erfahrener Coach, der vielen zahnärztlichen Praxen schon geholfen hat, sich die Arbeit leichter zu machen. Sein Thema war die Delegation im Team. Er machte klar, dass gemeinsame Ziele bestehen müssen, wenn Delegation gelingen soll. Die Übergabe von Verantwortung wird scheitern, wenn die Betroffenen in Alarmstellung verfallen, sobald neue Aufgaben in den Raum gestellt werden. Häufig braucht es eine gewisse Vorbereitungszeit und ausreichend Geduld, um die Verantwortung im Team neu zu organisieren.

Ein obligatorischer Teil der Herbstkonferenz ist der Bericht „Akademie aktuell“. Da die Veranstaltung mit dem Erscheinen des Jahresprogramms zusammenfällt, gab es viele neue und attraktive Kurse zu vermelden, die von den Referenten selbst vorgestellt wurden. Auch ein Curriculum, nämlich das Curriculum „Kinderhypnose“, war dabei. Außerdem wurden in diesem Jahr zwei herausragende wissenschaftliche Leistungen vorgestellt, eine klinische Studie zur Einführung des Reciproc- Systems in die zahnärztliche Praxis von Andreas Bartols und eine Untersuchung über die Wirksamkeit postgradualer Weiterbildung. Simone Ulbricht beschäftigte sich mit drei Masterstudiengängen und einer zahnmedizinischen Weiterbildung. Im Rahmen ihrer Studie interviewte sie sowohl die Verantwortlichen für das jeweilige Programm wie auch die Lernenden. In ihrem Ergebnis dokumentiert sie, dass die Effekte einer Weiterbildung weit über das Erlernen von Sachinformationen hinausgehen. Die Beteiligten stellen fest, dass sie sich persönlich weiterentwickeln und durch ihr Lernen ein gesellschaftlicher Nutzen entsteht.

Stressbewältigung und Belastungsmanagement war bis Thema von Dr. Thorsten Leber aus Tübingen. Er stellte dar, wie Spitzensportler mit Belastungen umgehen und fand viele Analogien zum Praxisalltag. Das Wissen um die eigenen Ressourcen kann sowohl dem Sportler wie auch dem Berufstätigen helfen, kritische Situationen zu überwinden.

Albrecht Kresse hatte 2 Aufgaben zum Ende des Programms übernommen. Zum einen sprach er über das Team Meeting und wie man die dort verhandelten Inhalte besser im Bewusstsein der Teilnehmer verankern könne. Außerdem fasste er den Tag in Baden-Baden für alle noch einmal zusammen. Das Team Meeting gewinnt, wenn Ergebnisse visualisiert werden. Deswegen erhielt jeder Teilnehmer einen Zeichenblock und 2 Stifte, um in dieser Hinsicht auch praktisches Training zu erfahren. Welche Wirkung eine gute Visualisierung hervorruft konnten die Teilnehmer gleich am praktischen Beispiel der Zusammenfassung aller Vorträge erfahren. Der Referent hatte während des Tages „mitvisualisiert“. Jeder Beitrag fand sich auf einem Zeichenbogen wieder, komprimiert auf die wesentlichen Inhalte, die mit viel Humor präsentiert wurden.

Löwenbräu und Bowling

Das Fest am Abend ist schon seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der Herbstkonferenz. Diesmal gab es 2 Feste. Die Sportbegeisterten trafen sich in der Bowlingbahn, in der für mehrere Stunden Spaß und Spiel regierten. Wer es ruhiger haben wollte traf sich mit Kolleginnen und Kollegen im Löwenbräu zum bayerischen Abend.

Bowling